Die Reihenfolge beim Umzug: was wann dran ist
Inhalte zuerst, umschalten in der Mitte, Domain-Transfer zuletzt — und beim alten Anbieter kündigt man ganz am Schluss.
Drei Dinge werden beim Anbieterwechsel oft verwechselt. Sie hängen nicht zusammen, und wer sie trennt, hat den ganzen Ablauf verstanden:
- Der Registrar ist, wer die Domain besitzt und Rechnung stellt. Das ändert der Transfer mit dem Auth-Code. Er dauert fünf bis sieben Tage und bewegt kein einziges Byte.
- Das DNS bestimmt, wohin der Name zeigt. Das ändert das Umschalten — A-Eintrag für die Website, MX-Satz für die Mail. Das ist der einzige Schritt, den Besucher merken.
- Die Inhalte sind Dateien, Postfächer und Datenbanken. Die werden kopiert, und dafür muss der alte Server noch laufen.
Die Reihenfolge folgt daraus von selbst:
1. Paket bereitstellen und Domain verbinden. Nach aussen ändert sich nichts — alles läuft weiter, wo es heute läuft. 2. Gültigkeitsdauer senken. Beim bisherigen Anbieter die TTL auf 300 Sekunden setzen, einen Tag vorher. Dann dauert das Umschalten fünf Minuten statt mehrerer Stunden. 3. Inhalte holen. Website, Datenbank, Postfächer samt Verlauf. Der alte Server muss dafür erreichbar sein. Immer noch ändert sich nach aussen nichts. 4. Prüfen und einfrieren. Ab jetzt am alten Shop oder CMS nichts mehr ändern — sonst gehen Bestellungen verloren, die nach der Kopie eingehen. 5. Umschalten. Erst der A-Eintrag, danach das SSL-Zertifikat (das braucht den A-Eintrag, vorher geht es nicht). Der Mail-Satz kommt als Ganzes: MX, SPF, DKIM und DMARC zusammen — ein halber Mail-Satz ist schlimmer als keiner. 6. Nachzügler einsammeln. Post, die während der Umstellung noch beim alten Anbieter ankam, holen wir automatisch nach: einmal sofort, einmal nach 24 Stunden. 7. Domain transferieren. Jetzt, nicht vorher. Auth-Code beim bisherigen Anbieter holen, eingeben, fertig. 8. Beim alten Anbieter kündigen. Als Letztes, und frühestens eine Woche nach dem Umschalten.
Muss ich zuerst die Domain transferieren? Nein. Website und E-Mail laufen auch dann bei techQ, wenn die Domain beim bisherigen Registrar bleibt.
Es gibt eine Ausnahme, und sie hängt an einer einzigen Frage: Kommen Sie an die DNS-Einstellungen Ihrer Domain? Wenn nicht — die Zone liegt etwa bei einer Agentur, an die Sie nicht herankommen —, dann ist der Transfer der einzige Weg, die Kontrolle über das DNS zu bekommen. Dann kommt er zuerst; Website und Mail laufen währenddessen beim alten Anbieter weiter.
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