Allgemeine Geschäftsbedingungen.
techQ — Webhosting, E-Mail, Domains und Zusatzleistungen
Inhalt
1. Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen techQ, einer einfachen Gesellschaft nach Art. 530 ff. OR mit den Gesellschaftern Fabrizio Forster und Fabio Giovanelli, Bannhaldenstrasse 58a, 8500 Frauenfeld, Schweiz, E-Mail info@techq.ch (nachfolgend «techQ» oder «wir»), und dem Kunden über die unter techq.ch, my.techq.ch und reseller.techq.ch angebotenen Leistungen — insbesondere Webhosting, E-Mail, Domains, SSL-Zertifikate, DNS, den Assistenten Quin und das Reseller-Programm.
Vertragsbestandteile. Neben diesen AGB gelten die Nutzungsrichtlinie (techq.ch/nutzungsrichtlinie), die Leistungs- und Paketbeschreibungen auf techq.ch/pakete und techq.ch/vergleich, für Reseller zusätzlich die Konditionen auf techq.ch/reseller und, wenn Sie uns Personendaten Dritter anvertrauen, der Auftragsbearbeitungsvertrag auf techq.ch/avv. Die Datenschutzerklärung (techq.ch/datenschutz) informiert über die Bearbeitung von Personendaten. Für einzelne Leistungen gelten zusätzlich die Bedingungen Dritter (Ziffern 2.5, 2.8, 4.2 und 5.1).
Rangfolge. Bei Widersprüchen gilt in dieser Reihenfolge: eine mit uns schriftlich vereinbarte Einzelabrede, der Auftragsbearbeitungsvertrag (für dessen Regelungsgegenstand), diese AGB, die Nutzungsrichtlinie, die Leistungs- und Paketbeschreibungen. Bedingungen Dritter gehen diesen Dokumenten dort vor, wo wir sie nicht beeinflussen können — namentlich bei Vergabestellen und Zertifizierungsstellen.
Fristen und Werktage. Eine Frist beginnt am Tag nach dem auslösenden Ereignis; fällt ihr Ende auf einen Samstag, Sonntag oder einen am Sitz von techQ staatlich anerkannten Feiertag, endet sie am nächsten Werktag. Werktage sind Montag bis Samstag ohne diese Feiertage. Massgebend ist die Zeitzone Europe/Zurich.
Monate sind Kalendermonate. Eine Laufzeit von einem Monat endet am gleich bezifferten Tag des Folgemonats; fehlt dieser Tag dort — etwa der 30. im Februar —, endet sie am letzten Tag dieses Monats (Art. 77 Abs. 1 Ziff. 3 OR). Für alle folgenden Perioden bleibt der Tag Ihrer ursprünglichen Buchung massgebend, auch wenn eine Periode dadurch kürzer war. Beispiel: Ein am 30. Januar gebuchtes Monatspaket läuft bis zum 28. Februar, die nächste Periode bis zum 30. März, die übernächste bis zum 30. April. Laufzeiten von 3, 6 oder 12 Monaten werden gleich berechnet. Ausgenommen sind Domains: Deren Laufzeit bestimmt die Vergabestelle und nicht techQ (Ziffer 5.3). Den genauen Ablauftag jeder einzelnen Leistung nennen wir Ihnen bei der Buchung und im Kundencenter.
Annahme. Sie akzeptieren diese AGB bei der Registrierung und bestätigen sie bei jeder Buchung erneut; auch die Nutzung unserer Dienste gilt als Annahme. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn wir sie schriftlich bestätigt haben.
2. Leistungen
2.1 Webhosting
techQ stellt Webhosting-Pakete mit Speicherplatz, E-Mail-Postfächern, Datenbanken, SSL-Zertifikaten (Let's Encrypt, automatisch ausgestellt und erneuert), FTPS-Zugang und der Verwaltung im Kundencenter bereit. Der konkrete Leistungsumfang und die technischen Grenzwerte je Paket ergeben sich aus der Beschreibung auf techq.ch/pakete und techq.ch/vergleich; sie sind Vertragsbestandteil. Der monatliche Traffic ist eine Fair-Use-Grenze gemäss Paketangabe; die Grundsätze der fairen Nutzung regelt die Nutzungsrichtlinie.
Die Bereitstellung erfolgt in der Regel unmittelbar nach der Buchung. Verzögert sie sich aus Gründen, die wir zu vertreten haben, um mehr als 24 Stunden, können Sie die Buchung rückgängig machen; wir schreiben den Betrag dann Ihrem Guthaben gut.
Der Speicherplatz dient dem Betrieb Ihrer Website und Ihrer Postfächer; er ist kein Ablageort für Archive oder Datensammlungen ohne Bezug dazu. Speicherplatz, Rechenleistung und Postfächer dürfen Sie nicht weitervermieten oder Dritten zur eigenständigen Nutzung überlassen; das Reseller-Programm nach Ziffer 3.5 bleibt vorbehalten.
Kein Anspruch auf ein bestimmtes System. Ein Anspruch auf eine bestimmte IP-Adresse, einen bestimmten Server oder einen bestimmten Standort innerhalb der Schweiz besteht nicht. Wir dürfen Ihr Angebot auf andere Systeme umziehen; planbare Umzüge kündigen wir an.
Software-Versionen. Welche Versionen von Server-Software — insbesondere PHP — bereitstehen, richtet sich nach deren Sicherheits-Support. Fällt eine Version aus dem Support, dürfen wir sie nach angemessener Ankündigung abkündigen und auf eine unterstützte Version umstellen. Dass Ihre Anwendung auf einer unterstützten Version läuft, ist Ihre Sache (Ziffer 7).
Nicht zum Angebot gehören SSH- und SFTP-Zugang, Node.js und Python. Der Datenbank-Fernzugriff dagegen gehört zum Leistungsumfang der Hosting-Pakete; Umfang und Freischaltung richten sich nach der Paketbeschreibung auf techq.ch/pakete.
2.2 Sicherungen
Zu jedem aktiven Paket — Hosting-Pakete wie reine E-Mail-Pakete — erstellen wir ohne Aufpreis eine automatische Sicherung: bei der Bereitstellung und danach einmal wöchentlich. Die neue Sicherung ersetzt jeweils die vorige; aufbewahrt bleibt so stets nur die letzte automatische Sicherung, längstens rund sieben Tage. Gesichert werden bei Hosting-Paketen die Dateien Ihres Webspace (ohne Zwischenspeicher, temporäre Dateien, Protokolle und Papierkorb), Ihre Datenbanken, Postfächer und Cronjobs, bei E-Mail-Paketen die Postfächer. Eigene Sicherungen und weitere Sicherungsstände gibt es mit dem Zusatzdienst Backup Plus (Ziffer 3.8). Vor jeder Wiederherstellung sichern wir den Stand unmittelbar davor.
Alle Sicherungen liegen verschlüsselt auf unserem Server im Rechenzentrum in Luzern. Zu unserer eigenen Betriebssicherheit halten wir zusätzlich eine verschlüsselte Kopie an einem zweiten, von uns selbst betriebenen Standort in der Schweiz; auf diese Kopie besteht kein Anspruch, ausser für die Stände von Backup Plus (Ziffer 3.8).
Die automatische Sicherung nach dem ersten Absatz ist eine unentgeltliche Zusatzleistung. Wir erstellen sie mit Sorgfalt, sichern aber nicht zu, dass eine Sicherung erstellt wird, dass sie vollständig, fehlerfrei und lesbar ist oder dass eine Wiederherstellung gelingt oder bis zu einem bestimmten Zeitpunkt abgeschlossen ist. Ein Anspruch auf eine bestimmte Sicherung, auf einen bestimmten Stand oder auf eine Wiederherstellung besteht nicht. Für Ihre Daten und deren Sicherung bleiben Sie selbst verantwortlich: Sicherungen ersetzen keine eigene Datensicherung (Ziffern 7 und 9) und sind kein Archiv. Eine Wiederherstellung lösen Sie selbst aus; je nach gewählter Art überschreibt sie bestehende Daten.
Für Schäden aus einer fehlenden, unvollständigen, fehlerhaften oder nicht wiederherstellbaren Sicherung sowie aus einer Wiederherstellung haften wir nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit; im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen, soweit das Gesetz dies zulässt (Ziffer 9). Für Backup Plus, eine entgeltliche Leistung, gilt stattdessen die Haftung nach Ziffer 9.
2.3 Domains und Zusatzleistungen
Domains können mit oder ohne Hosting-Paket gebucht werden; dafür gilt Ziffer 5. Migrations-Hilfe ist gemäss Paketbeschreibung enthalten; darüber hinausgehende Zusatzleistungen können separat vereinbart werden.
2.4 E-Mail
Zu jedem Hosting-Paket gehören E-Mail-Postfächer gemäss Paketbeschreibung. Wie gross jedes Postfach sein darf, stellen Sie im Kundencenter selbst ein; alle Postfächer zusammen belegen den Speicherplatz Ihres Pakets. Versand und Empfang laufen über unsere eigene Infrastruktur; Webmail und die üblichen Protokolle (IMAP, POP3, SMTP) stehen zur Verfügung. Füllt sich ein Postfach, warnen wir Sie per E-Mail — als Service, ohne dass daraus Ansprüche entstehen.
Für den Mailversand gelten die Mengengrenzen und Regeln der Nutzungsrichtlinie (dort Abschnitt «E-Mail»). Wir dürfen Versandmengen begrenzen und einzelne Absender drosseln, wenn dies zum Schutz unserer Zustellbarkeit nötig ist. Wir dürfen Nachrichten abweisen oder filtern, die Schadsoftware enthalten oder als Spam eingestuft werden; ein Anspruch auf Zustellung oder Empfang einzelner Nachrichten besteht nicht — weder gegenüber uns noch gegenüber Systemen Dritter, deren Annahmeverhalten wir nicht beeinflussen. Die Spam- und Schadsoftware-Filterung läuft automatisiert; niemand bei techQ liest dafür Ihre Nachrichten (Ziffer 11.6).
2.5 SSL-Zertifikate
Für Domains, die auf unserem Server betrieben werden, stellen wir ohne Aufpreis SSL/TLS-Zertifikate von Let's Encrypt aus (Domain-Validierung, Laufzeit 90 Tage) und erneuern sie automatisch. Voraussetzung ist, dass die Domain im DNS auf unseren Server zeigt und die automatische Validierung gelingt; andernfalls kann kein Zertifikat ausgestellt oder erneuert werden. Es gelten zusätzlich die Bedingungen der Zertifizierungsstelle (Let's Encrypt Subscriber Agreement). Die Zertifikate werden serverseitig verwaltet und sind an die jeweilige Domain gebunden. Die Zertifizierungsstelle kann ausgestellte Zertifikate nach ihren Bedingungen jederzeit vorzeitig widerrufen; in diesem Fall stellen wir automatisch ein neues Zertifikat aus, sobald die Validierung gelingt. Ein Anspruch auf ein bestimmtes Zertifikat oder eine ununterbrochene Zertifikatsabdeckung besteht nicht. Stellt die Zertifizierungsstelle den Betrieb ein oder ändert sie ihre Bedingungen, dürfen wir auf eine gleichwertige Stelle wechseln.
2.6 DNS und Nameserver
Für bei uns verwaltete Domains betreiben wir von uns verwaltete, an zwei Standorten redundant betriebene Nameserver (ns1/ns2.techq.ch); die DNS-Einträge verwalten Sie selbst im Kundencenter. Sie können jederzeit fremde Nameserver eintragen; für deren Betrieb sind Sie bzw. der Drittanbieter verantwortlich. Änderungen an DNS-Einträgen brauchen Zeit, bis sie überall im Internet sichtbar sind (Zwischenspeicherung fremder Resolver); darauf haben wir keinen Einfluss.
2.7 Assistent Quin und Quin+
Quin ist unser KI-Assistent. Er beantwortet Fragen auf techq.ch und im Kundencenter; mit Quin+ kann er auf Ihre ausdrückliche Bestätigung hin auch Verwaltungsaufgaben in Ihrem Konto ausführen. Welche Stufe zu Ihrem Paket gehört und welche monatlichen Frage-Kontingente gelten, steht in der Paketbeschreibung und auf techq.ch/quin-plus; das Quin+-Abo (Ziffer 3.7) erhöht das Kontingent. Zum Schutz vor Missbrauch gelten zusätzlich technische Tages- und Kostenobergrenzen.
Antworten werden automatisch durch ein KI-Modell erzeugt. Sie können unvollständig oder falsch sein und sind weder Rechts-, Steuer- noch sonstige Beratung; massgeblich sind allein diese AGB, die Paketbeschreibungen und die Angaben im Kundencenter. Prüfen Sie Aktionen, bevor Sie sie bestätigen: eine von Ihnen bestätigte Ausführung gilt als Ihre eigene Anweisung (Ziffer 7). Geben Sie Quin keine Passwörter, Zahlungsdaten oder besonders schützenswerten Personendaten ein; für Verwaltungsaufgaben braucht Quin+ solche Angaben nicht.
Verarbeitung und Training. Für die Verarbeitung setzen wir einen externen KI-Anbieter ein (derzeit Anthropic, USA); was dabei übermittelt wird und wie lange Gespräche gespeichert bleiben, steht in der Datenschutzerklärung. Nach den kommerziellen Bedingungen dieses Anbieters dürfen Ihre Eingaben und die daraus erzeugten Antworten nicht zum Training von KI-Modellen verwendet werden. Wir dürfen Umfang, Modell und Anbieter von Quin ändern oder den Dienst einstellen; für bezahlte Leistungen gilt dabei Ziffer 2.9. Bei einem Anbieterwechsel achten wir darauf, dass die Zusage zum Training gleichwertig bleibt, und weisen in der Datenschutzerklärung darauf hin.
2.8 Beizug Dritter
Wir dürfen zur Leistungserbringung Dritte beiziehen (z. B. Rechenzentrum, Zahlungsdienstleister, Registrar, Nameserver-Standort, KI-Anbieter); die aktuelle Liste der Auftragsbearbeiter mit Standorten steht in der Datenschutzerklärung. Fällt ein Vorlieferant aus oder ändert er seine Bedingungen, dürfen wir ihn durch einen gleichwertigen ersetzen. Ist das nicht mit zumutbarem Aufwand möglich, dürfen wir die betroffene Leistung mit einer Ankündigungsfrist von 30 Tagen einstellen; für bezahlte, nicht mehr erbrachte Laufzeit schreiben wir den anteiligen Betrag Ihrem Guthaben gut oder erstatten ihn auf Ihren Wunsch zurück (Ziffer 6.6).
2.9 Leistungsänderungen
Wir entwickeln unser Angebot laufend weiter und dürfen Leistungen erweitern, anpassen oder einstellen. Für Ihre laufende, bezahlte Laufzeit gilt: Änderungen zu Ihren Lasten, die den Kern der gebuchten Leistung wesentlich einschränken, setzen wir erst auf die nächste Verlängerung um und kündigen sie mindestens 30 Tage im Voraus per E-Mail an (Ziffer 10); ist eine sofortige Umsetzung unvermeidlich, schreiben wir Ihnen den anteiligen Betrag der Restlaufzeit gut oder erstatten ihn auf Ihren Wunsch zurück (Ziffer 6.6).
Ausnahme für gebotene Änderungen. Änderungen, die aus Sicherheitsgründen oder wegen rechtlicher, aufsichtsrechtlicher oder technischer Vorgaben Dritter geboten sind — etwa das Lebensende einer Software-Version, das Abschalten eines unsicheren Protokolls oder eine Vorgabe einer Vergabestelle —, dürfen wir jederzeit umsetzen. Wir kündigen sie so früh an, wie es die Lage erlaubt, und beschränken sie auf das Nötige. Ein Gutschrifts- oder Erstattungsanspruch entsteht daraus nicht.
2.10 Support
Anfragen richten Sie im Kundencenter unter Support — jede Anfrage erhält dort eine Nummer, und der Verlauf bleibt einsehbar — oder per E-Mail an support@techq.ch; viele Fragen beantwortet auch Quin direkt. Anfragen bearbeiten wir Montag bis Samstag; feste Bürozeiten gibt es nicht. Die angestrebte Antwortzeit hängt vom Paket ab — derzeit 72 Stunden bei Web-XXS und techQ Mail, 48 Stunden bei Web-XS, Web-S und Web-M, 24 Stunden ab Web-L (siehe Paketvergleich); das sind Zielwerte, keine zugesicherten Fristen.
Unser Support umfasst unsere Plattform (Hosting, Kundencenter, E-Mail, Domains) — nicht die Fehlersuche in Ihrer eigenen Software (z. B. CMS, Erweiterungen, Skripte). Wünschen Sie eine Analyse und liegt die Ursache in Ihrem Bereich, dürfen wir den Aufwand nach vorheriger Absprache verrechnen (Ziffer 4.6). Bei der Eingrenzung einer Störung wirken Sie mit, indem Sie uns die nötigen Angaben und Zugänge zu Ihrer Anwendung zur Verfügung stellen. Missbrauch melden Sie an info@techq.ch (Nutzungsrichtlinie, Abschnitt «Missbrauch melden»).
2.11 Schutz des gemeinsamen Betriebs
Auf einem Server laufen die Websites vieler Kundinnen und Kunden nebeneinander. Gefährdet ein Konto die Sicherheit oder den Betrieb akut — etwa durch einen Angriff über eine kompromittierte Installation —, dürfen wir das betroffene Angebot sofort sperren und informieren Sie unmittelbar danach (Nutzungsrichtlinie, Abschnitt «Was wir dann tun»). Wegen blosser Ressourcennutzung sperren wir dagegen nie ohne Vorwarnung: dort melden wir uns zuerst und drosseln erst, wenn das nicht weiterführt (Nutzungsrichtlinie, Abschnitt «Faire Nutzung»).
Angriffe auf Ihr Angebot. Dasselbe gilt, wenn Ihr Angebot Ziel eines Angriffs ist — etwa einer Überlastungsattacke — und der Betrieb anderer Kunden dadurch beeinträchtigt wird. Wir dürfen es dann vorübergehend vom Netz nehmen oder den Zugriff einschränken, auch wenn Sie den Angriff nicht zu vertreten haben, und informieren Sie unmittelbar. Ein Anspruch auf Entschädigung entsteht daraus nicht; Ziffer 8 bleibt vorbehalten.
Uns bekannte Sicherheitslücken in von Ihnen installierter Software dürfen wir entschärfen oder verwundbare Teile stilllegen, wenn andere Kunden oder der Betrieb gefährdet sind; darüber informieren wir Sie. Die Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit Ihrer Anwendung ist danach Ihre Sache.
2.12 Streit um ein Konto
Vertragspartner ist, wer das Konto eröffnet hat und im Kundencenter als Inhaber eingetragen ist. Streiten mehrere Personen — etwa Auftraggeber und Agentur — darüber, wem ein Konto, ein Paket oder eine Domain zusteht, entscheiden wir das nicht. Wir leiten Anfragen an den eingetragenen Inhaber weiter und nehmen Änderungen nur auf dessen Anweisung, mit übereinstimmender Erklärung aller Beteiligten oder aufgrund eines vollstreckbaren Entscheids einer zuständigen Behörde oder eines Gerichts vor. Wir dürfen ein Konto oder eine Domain für die Dauer eines solchen Streits in der Verwaltung sperren, wenn andernfalls Tatsachen geschaffen würden, die sich nicht rückgängig machen lassen. Die Identität des Inhabers geben wir nur nach Ziffer 11.6 bekannt.
3. Vertragsabschluss & Laufzeit
3.1 Vertragsabschluss
Der Vertrag kommt durch die Buchung im Kundencenter und die Abbuchung des Betrags vom Guthaben zustande. Der Ablauf: Sie legen Leistungen in den Warenkorb, prüfen und ändern Ihre Eingaben dort bis zum Abschluss, bestätigen die AGB und lösen die Buchung aus; mehrere Positionen ergeben eine Bestellung mit einem Beleg. Voraussetzung sind vollständige und wahrheitsgetreue Kontaktangaben; wir dürfen dafür Nachweise verlangen. Sie erhalten eine Bestätigung mit Beleg (PDF) per E-Mail; den Zeitpunkt Ihrer Zustimmung zu diesen AGB halten wir je Buchung fest. Ein Konto können natürliche Personen mit Wohnsitz und Unternehmen mit Sitz in der Schweiz eröffnen.
Vorbehalt der Annahme. Wir dürfen eine Buchung innert fünf Werktagen ablehnen, insbesondere bei unvollständigen oder unrichtigen Angaben, bei begründetem Verdacht auf Missbrauch, nach einer früheren Sperrung oder ausserordentlichen Kündigung sowie bei Leistungen, die wir nicht erbringen können. Der Betrag bleibt in diesem Fall als Guthaben in Ihrem Konto. Verlangen wir Nachweise und erhalten wir sie nicht innert angemessener Frist, dürfen wir die betroffene Leistung aussetzen und den Vertrag nach Ziffer 6.5 beenden.
3.2 Laufzeit
Pakete werden in Blöcken von 1, 3, 6 oder 12 Monaten gebucht; Monate sind Kalendermonate und werden nach Ziffer 1 berechnet. Welche Laufzeiten ein Paket bietet und ob eine Mindestlaufzeit gilt, zeigen wir vor der Buchung an; den Ablauftag nennen wir Ihnen mit der Buchungsbestätigung und im Kundencenter.
3.3 Verlängerung
Pakete verlängern sich automatisch um die bisherige Laufzeit, solange die automatische Verlängerung eingeschaltet ist und Ihr Guthaben reicht. Sie ist ab Werk für jedes Hosting-Paket eingeschaltet, ebenso für Domains (Ziffer 5.3). Rund drei Tage vor Ablauf buchen wir die Verlängerung aus Ihrem Guthaben ab; ein im Kundencenter vorgemerkter Paket- oder Laufzeitwechsel wird dabei umgesetzt. Reicht das Guthaben nicht, unterbleibt die Abbuchung; laden Sie bis zum Ablauf oder in der Nachfrist (Ziffer 6.2) auf, verlängern wir sofort. Reicht es schon vier Tage vor Ablauf nicht, warnen wir Sie zusätzlich per E-Mail. Ohne Verlängerung endet der Vertrag mit Ablauf der gebuchten Laufzeit (Ziffer 6). Für Reseller-Pakete gilt die Zyklus-Regelung nach Ziffer 3.5, für das Quin+-Abo Ziffer 3.7 und für Backup Plus Ziffer 3.8.
Sie schalten die automatische Verlängerung im Kundencenter unter Verträge & Quittungen aus — je Vertrag, für Hosting-Pakete auch für alle gemeinsam; Domains werden stets einzeln geschaltet. Das Ausschalten ist die Kündigung auf das Laufzeitende (Ziffer 6.1); bis dahin können Sie sie wieder einschalten. Verlängern können Sie zudem jederzeit von Hand aus Ihrem Guthaben, auch bei ausgeschalteter Verlängerung.
Vor jedem Ablauf erinnern wir Sie per E-Mail — 14, 7 und 1 Tag im Voraus. Halten Sie die E-Mail-Adresse Ihres Kontos deshalb aktuell (Ziffer 7).
3.4 Mindestalter
Vertragspartner müssen mindestens 18 Jahre alt sein oder mit Einwilligung einer erziehungsberechtigten Person handeln.
3.5 Wiederverkauf (Reseller)
Der Weiterverkauf von techQ-Leistungen ist nur über unser Reseller-Programm zulässig. Für Reseller gelten ergänzend die Konditionen gemäss techq.ch/reseller. Abgerechnet wird je zugewiesenem Kundenpaket in Zyklen von drei Monaten aus dem Guthaben des Resellers; die Mindestlaufzeit beträgt drei Monate. Ein zugewiesenes Kundenpaket verlängert sich wie jedes Paket automatisch (Ziffer 3.3), und zwar um je einen weiteren Zyklus, solange der Reseller es nicht auf das Zyklusende kündigt und das Guthaben reicht. Ändern wir die Reseller-Konditionen zu Lasten des Resellers, kündigen wir das mindestens 30 Tage vor dem nächsten Zyklus per E-Mail an; der laufende Zyklus bleibt unberührt.
Verträge mit seinen Endkunden schliesst der Reseller im eigenen Namen und auf eigene Rechnung; zwischen techQ und den Endkunden des Resellers kommt kein Vertrag zustande. Der Reseller überbindet seinen Endkunden die Pflichten aus diesen AGB und der Nutzungsrichtlinie und steht für deren Einhaltung ein; Handlungen seiner Endkunden werden ihm zugerechnet. Domains, die der Reseller für Endkunden registriert, hält er selbst als Kunde (Ziffer 5). White-Label-Material und Endkundenportal dürfen nur während der Laufzeit des Reseller-Vertrags genutzt werden.
Meldeweg bei Beanstandungen. Erhalten wir eine Beanstandung zu einem Endkunden des Resellers, melden wir sie dem Reseller mit Begründung an die im Reseller-Konto hinterlegte Adresse und setzen ihm eine Frist nach dem Verfahren der Nutzungsrichtlinie. Der Reseller benennt uns dafür eine Stelle, die innert eines Werktages erreichbar ist, und hält die Kontaktangaben seiner Endkunden aktuell und für uns abrufbar. Reagiert er nicht fristgerecht, dürfen wir gegenüber dem betroffenen Kundenpaket unmittelbar handeln; bei akuter Gefahr handeln wir sofort und informieren ihn danach (Ziffer 2.11).
Ende des Reseller-Vertrags. Endet der Reseller-Vertrag — durch Kündigung, Zeitablauf oder ausserordentliche Beendigung —, laufen die zugewiesenen Kundenpakete bis zum Ende ihres bezahlten Zyklus weiter und werden danach nicht mehr verlängert. Der Reseller informiert seine Endkunden rechtzeitig. Innerhalb dieser Frist können Endkunden mit Zustimmung des Resellers ein eigenes Konto bei techQ eröffnen und ihr Paket übernehmen lassen; wir sind dazu nicht verpflichtet und schliessen mit ihnen einen neuen Vertrag zu den dann geltenden Bedingungen. Für Domains bleibt der Reseller Halter: Er stellt seinen Endkunden auf Verlangen den Freigabecode (Auth-Code) zur Verfügung oder veranlasst den Halterwechsel nach Ziffer 5.8. Kommt er dem nicht nach, dürfen wir einem Endkunden den Auth-Code nur aufgrund einer Anweisung des Resellers oder eines vollstreckbaren Entscheids herausgeben (Ziffer 2.12). Endet der Vertrag ausserordentlich wegen eines Verhaltens des Resellers, dürfen wir betroffene Kundenpakete zum Schutz Dritter unabhängig davon sperren.
3.6 Kein Widerrufsrecht
Nach schweizerischem Recht besteht für Online-Bestellungen kein gesetzliches Widerrufsrecht, und wir räumen kein vertragliches ein: Eine Buchung ist verbindlich (Ziffern 5.4 und 6.1). Unser Angebot richtet sich an Kundinnen und Kunden mit Wohnsitz oder Sitz in der Schweiz (Ziffer 3.1); ein Konto für eine Person ausserhalb der Schweiz können wir nicht eröffnen.
3.7 Quin+-Abo
Das Quin+-Abo (Ziffer 2.7) ist ein Zusatzdienst zum Monatspreis gemäss Angebotsseite. Es gilt für Ihr ganzes Konto und wird monatlich aus dem Guthaben bezahlt. Es verlängert sich wie jedes Paket automatisch (Ziffer 3.3), und zwar um je einen Kalendermonat (Ziffer 1). Die Verlängerung können Sie jederzeit im Kundencenter unter Verträge & Quittungen abschalten (Kündigung); das Abo läuft dann mit dem bezahlten Monat aus. Reicht das Guthaben für die Verlängerung nicht, endet das Abo automatisch. Je Konto ist höchstens ein Abo aktiv.
3.8 Backup Plus
Backup Plus ist ein Zusatzdienst zu einem einzelnen Paket: Speicher für Sicherungen in einer Stufe von 10, 25, 50, 100, 200 oder 300 GB, den Sie mit bis zu 5 Sicherungsaufträgen nutzen. Ein Auftrag legt fest, was gesichert wird (der Webspace ganz oder einzelne Ordner, Datenbanken, Postfächer, Cronjobs), wie oft (jede Nacht, wöchentlich, monatlich oder, nur für Datenbanken, alle 4 Stunden) und wie lange: bis zu 30 Tages-, 12 Wochen- und 12 Monatsstände, im 4-Stunden-Takt bis zu 7 Tage. Mit der Buchung legen wir einen ersten Auftrag an (alles, jede Nacht, 30 Tages- und 12 Monatsstände) und starten seine erste Sicherung sofort; Sie können ihn ändern, pausieren oder löschen. Inbegriffen sind ausserdem bis zu 5 eigene Sicherungen, bis zu drei sofort ausgeführte Aufträge je Tag und monatlich eine Probe-Wiederherstellung mit Beleg im Kundencenter.
Die Stände der Aufträge und Ihre eigenen Sicherungen belegen zusammen höchstens die gebuchte Stufe. Massgeblich ist der verschlüsselt und gepackt belegte Speicher; wir messen ihn nach jedem Lauf und zeigen ihn im Kundencenter an. Ist die Stufe voll, bewahren wir die Stände der Aufträge schrittweise kürzer auf, bis sie wieder hineinpassen: zuerst weniger Monats-, dann weniger Wochen-, dann weniger Tagesstände. Der neueste Stand jedes Auftrags bleibt immer erhalten, Ihre eigenen Sicherungen löschen wir dabei nicht. Die Stände liegen verschlüsselt auf unserem Server in Luzern, eine verschlüsselte Zweitkopie an einem zweiten, von uns selbst betriebenen Standort in der Schweiz.
Der Monatspreis richtet sich nach der Stufe gemäss Angebotsseite und wird vor der Buchung angezeigt. Bezahlt wird aus dem Guthaben, bei der Buchung anteilig bis zum Ende der Laufzeit des Pakets. Eine höhere Stufe gilt sofort; den Unterschied buchen wir anteilig bis zum Ende des bezahlten Zeitraums ab. Eine tiefere Stufe können Sie vormerken, wenn die vorhandenen Stände hineinpassen; sie gilt ab der nächsten Verlängerung. Backup Plus verlängert sich mit dem Paket: Wird das Paket verlängert, buchen wir Backup Plus für denselben Zeitraum zum Preis der dann geltenden Stufe aus dem Guthaben ab. Reicht das Guthaben nicht, endet Backup Plus mit dem bezahlten Zeitraum; wird das Paket nicht verlängert, endet Backup Plus mit ihm.
Sie können Backup Plus im Kundencenter jederzeit auf das Ende des bezahlten Zeitraums kündigen; bezahlte Zeit wird nicht zurückerstattet. Löschen Sie einen Auftrag, entfernen wir seine Stände sofort und endgültig. Nach dem Ende von Backup Plus bewahren wir die Stände der Aufträge und Ihre eigenen Sicherungen noch 7 Tage auf; danach gilt Ziffer 2.2. Mit dem Paket werden auch die Stände von Backup Plus gelöscht (Ziffer 6.3).
4. Preise & Zahlung
4.1 Preisangaben und Preisänderungen
Alle Preise sind in Schweizer Franken (CHF). techQ ist derzeit nicht mehrwertsteuerpflichtig (Jahresumsatz unter der Eintragungsgrenze), daher wird keine Mehrwertsteuer erhoben und keine ausgewiesen. Der genannte Preis ist der Endpreis. Wird techQ mehrwertsteuerpflichtig, kommt die Mehrwertsteuer als gesetzliche Abgabe hinzu; wir kündigen das nach dieser Ziffer an, und laufende, bezahlte Perioden bleiben unberührt.
Ihr Preis gilt bis zur nächsten Verlängerung. Solange wir Ihnen keine Erhöhung angekündigt haben, rechnen wir eine Verlängerung zu den Konditionen Ihrer laufenden Periode ab und nicht zum aktuellen Listenpreis. Eine Preisänderung wirkt nie auf eine bereits bezahlte Periode — frühestens auf die nächste Verlängerung. Der Listenpreis auf techq.ch gilt für Neubuchungen und für vorgemerkte Paket-, Laufzeit- oder Endungswechsel.
Preisänderungsvorbehalt. Wir dürfen unsere Preise ändern — für Hosting-Pakete, Domains, Reseller-Konditionen und Zusatzdienste. Anlass dafür sind namentlich Änderungen unserer Kosten, insbesondere der Gebühren von Vergabestellen, Registrar und übrigen Vorlieferanten, sowie Änderungen von Steuern und Abgaben und die Weiterentwicklung unseres Angebots. Bei Domains bestimmen wir die Gebühren der Vergabestellen nicht; sie können sich jederzeit und ohne unser Zutun ändern.
Ankündigung: 30 Tage. Eine Preiserhöhung kündigen wir Ihnen mindestens 30 Tage im Voraus per E-Mail an die in Ihrem Konto hinterlegte Adresse an — gesondert von den Ablauferinnerungen nach den Ziffern 3.3 und 5.3 — und zeigen den neuen Preis im Kundencenter an. Sie gilt ab der ersten Verlängerung, deren Ablauftag mindestens 30 Tage nach dieser Mitteilung liegt; bei kurzen Laufzeiten kann das eine Verlängerung später sein. Die Mitteilung nennt die betroffene Leistung, den bisherigen und den neuen Preis, den Tag, ab dem er gilt, und was Sie tun können.
Was Sie bis dahin tun können. Bis zu diesem Tag können Sie die automatische Verlängerung abschalten, die Leistung auf das Laufzeitende kündigen, das Paket oder die Laufzeit wechseln oder — bei Domains — den Freigabecode abrufen und die Domain zu einem anderen Anbieter mitnehmen (Ziffer 5.5). Tun Sie nichts und läuft die Leistung weiter, gilt der neue Preis ab der nächsten Verlängerung. Bei Domains mit selbstverlängernder Endung nennt Ihnen die Ankündigung zusätzlich den Freigabetag nach Ziffer 5.3; ab diesem Tag wirkt ein Abschalten der Verlängerung nicht mehr auf die laufende Periode.
Reseller. Preisänderungen für Reseller-Konditionen und für zugewiesene Kundenpakete kündigen wir dem Reseller mindestens 30 Tage vor dem nächsten Zyklus an die im Reseller-Konto hinterlegte Adresse an (Ziffer 3.5); der laufende Zyklus bleibt unberührt. Der Reseller gibt die Änderung seinen Endkunden weiter. Für neu zugewiesene Kundenpakete gelten die dann aktuellen Konditionen.
4.2 Guthaben-Modell
Buchungen werden vom vorausbezahlten Kunden-Guthaben abgebucht; die Abbuchung erfolgt im Zeitpunkt der Buchung bzw. Verlängerung. Guthaben wird über unseren Zahlungsdienstleister Stripe aufgeladen: je Aufladung mindestens CHF 3 und höchstens so viel, dass das Guthaben Ihres Kontos den Höchststand von CHF 3000 nicht übersteigt (Ziffer 4.3). Aufgeladenes Guthaben steht sofort nach der Zahlung zur Verfügung. Zahlen können Sie mit den im Bezahlvorgang angezeigten Zahlungsmitteln — derzeit Kredit- und Debitkarte. Ihre Kartendaten geben Sie direkt bei Stripe ein; es gelten dafür zusätzlich die Bedingungen von Stripe, und wir sehen und speichern die Kartendaten nicht.
Belege und Beanstandung. Für jede Aufladung und jede Buchung erhalten Sie einen Beleg. Belege, Abbuchungen und Guthabenstände gelten als genehmigt, wenn Sie sie nicht innert 30 Tagen seit Zustellung des Belegs bzw. seit der Abbuchung bei uns beanstanden. Offensichtliche Fehler berichtigen wir auch danach; zwingende gesetzliche Ansprüche bleiben vorbehalten.
4.3 Guthaben ist ein Vorschuss
Aufgeladenes Guthaben ist ein Vorschuss auf techQ-Leistungen, wird nicht verzinst und — abgesehen von den in diesen AGB genannten Fällen (Ziffern 4.8, 6.5 und 6.6 sowie Geschäftsaufgabe) — nicht in Geld ausbezahlt. Es kann ausschliesslich für Buchungen und Verlängerungen bei techQ verwendet werden, ist an Ihr Konto gebunden und nicht auf andere Konten übertragbar. Guthaben verfällt nicht durch blossen Zeitablauf: Es bleibt bestehen, solange das Konto besteht und aktiv ist (Ziffer 4.8). Beim Aufladen wird dies ausdrücklich bestätigt. Das Guthaben je Konto ist auf CHF 3000 begrenzt; eine Aufladung, die diesen Stand überschreiten würde, dürfen wir ablehnen.
Kontolöschung. Löschen Sie Ihr Konto, verfällt nicht verbrauchtes Guthaben (Ziffer 6.4). Wir weisen Sie im Löschdialog auf diese Folge und auf den konkreten Betrag hin, und Sie bestätigen sie gesondert. Sie können das Guthaben vor der Löschung jederzeit für Buchungen und Verlängerungen aufbrauchen; die Löschung ist nicht befristet und liegt allein in Ihrer Hand. Stellt techQ den Geschäftsbetrieb insgesamt ein, erstatten wir nicht verbrauchtes Guthaben zurück.
Todesfall. Im Erbfall geht der Vertrag von Gesetzes wegen auf die Erben über (Art. 560 ZGB). Gegen Nachweis (z. B. Erbschein oder Erbenbescheinigung) schalten wir das Konto mitsamt Guthaben und laufenden Leistungen auf die Erben oder eine von ihnen bezeichnete Person um. Auch im Erbfall wird Guthaben nicht ausbezahlt; es bleibt als Vorschuss im Konto nutzbar.
4.4 Automatische Aufladung (freiwillig)
Sie können im Kundencenter unter Guthaben eine automatische Aufladung einschalten. Sie ist freiwillig und ab Werk ausgeschaltet. Beim Einschalten hinterlegen Sie ein Zahlungsmittel bei Stripe — dabei wird nichts abgebucht.
Ist sie eingeschaltet, gilt Folgendes:
- Auslöser: Ihr Guthaben liegt unter der von Ihnen gesetzten Schwelle — beim Einschalten sofort, danach prüfen wir es mehrmals täglich.
- Betrag: die Differenz bis zu dem von Ihnen gesetzten Zielguthaben — nie mehr. Beispiel: Schwelle CHF 20, Ziel CHF 100, Stand CHF 12.40 — abgebucht werden CHF 87.60. Wäre der Betrag kleiner als CHF 5, buchen wir nichts ab.
- Häufigkeit: höchstens eine Abbuchung pro Tag und nie mehr als der von Ihnen gesetzte Monatshöchstbetrag.
- Art der Zahlung: von techQ ausgelöste Abbuchungen vom hinterlegten Zahlungsmittel, ohne dass Sie dabei anwesend sind (englisch merchant-initiated). Ihre Kartendaten liegen bei Stripe, nicht bei uns.
- Bestätigung: Sie erhalten für jede Abbuchung eine E-Mail.
- Widerruf: jederzeit im Kundencenter abschaltbar, das hinterlegte Zahlungsmittel jederzeit entfernbar — ohne Frist, ohne Begründung. Danach erfolgt keine weitere Abbuchung.
Schlägt eine Abbuchung fehl, schalten wir die Automatik ab und benachrichtigen Sie; wir versuchen es nicht erneut. Guthaben aus einer automatischen Aufladung ist wie jedes andere Guthaben ein Vorschuss nach Ziffer 4.3 und wird nicht in Geld ausbezahlt.
Die Einwilligung erteilen Sie beim Einschalten ausdrücklich und gesondert. Wir halten Zeitpunkt und Wortlaut fest.
4.5 Verzug und Rückbuchungen
Da Pakete nur aus vorhandenem Guthaben gebucht werden, entstehen grundsätzlich keine offenen Forderungen. Bei abweichenden Vereinbarungen gilt der gesetzliche Verzugszins; ab der zweiten Mahnung dürfen wir zusätzlich kostendeckende Mahngebühren erheben.
Lösen Sie bei Ihrem Zahlungsdienstleister eine Rückbuchung über eine korrekt gutgeschriebene Aufladung aus, dürfen wir neue Buchungen und Aufladungen Ihres Kontos aussetzen, bis die Sache geklärt ist, und den zurückgebuchten Betrag Ihrem Guthaben belasten. Die uns dadurch entstehenden Gebühren des Zahlungsdienstleisters dürfen wir Ihnen weiterbelasten.
Sie können mit eigenen Forderungen gegen Forderungen von techQ nur verrechnen, wenn Ihre Forderung unbestritten oder rechtskräftig festgestellt ist.
4.6 Aufwandersatz und Sicherheitsleistung
Verursachen Sie durch eine Verletzung dieser AGB oder der Nutzungsrichtlinie besonderen Aufwand — etwa die Bearbeitung berechtigter Beschwerden Dritter, das Aufräumen nach einem über Ihr Konto gelaufenen Missbrauch oder eine Sperrung nach Ziffer 2.11 —, dürfen wir den tatsächlichen, nachgewiesenen Aufwand zum Stundenansatz von CHF 60.00 verrechnen und Ihrem Guthaben belasten; wir kündigen Ihnen das vorher mit Betrag an. Drohen aus Ihrem Verhalten Ansprüche Dritter gegen uns, dürfen wir eine angemessene Sicherheitsleistung verlangen und unsere Leistungen aussetzen, bis sie erbracht ist. Weitergehender Schadenersatz bleibt vorbehalten (Ziffer 9).
4.7 Aktionen und Gutscheine
Aktionspreise und Gutscheine gelten für die angegebene Leistung und Periode, sind nicht in Geld auszahlbar und nicht mit anderen Aktionen kombinierbar, sofern nichts anderes angegeben ist. Massgebend sind die beim Einlösen angezeigten Bedingungen; ein abgelaufener oder bereits eingelöster Gutschein kann nicht nachträglich berücksichtigt werden.
4.8 Ruhende Konten
Ein Konto gilt als ruhend, wenn es während 24 Monaten keine aktive Leistung und keine Buchung aufweist. Wir melden uns dann per E-Mail an die hinterlegte Adresse. Bleibt das Konto weitere 60 Tage ohne Reaktion und ohne Buchung, erstatten wir vorhandenes Guthaben auf das zuletzt verwendete Zahlungsmittel zurück und schliessen das Konto; ist eine Rückerstattung auf diesem Weg nicht möglich, fordern wir Sie in derselben Mitteilung auf, uns eine Zahlverbindung zu nennen. Belege bleiben nach Ziffer 6.4 erhalten. Diese Ziffer geht dem Verfall nach Ziffer 4.3 vor.
5. Domains
5.1 Was wir dabei sind
Domains können mit oder ohne Hosting-Paket gebucht werden. techQ ist dabei Vermittlerin: Wir registrieren und verwalten die Domain über unseren Registrar-Partner (derzeit Openprovider) in Ihrem Namen. Halter (Registrant) sind Sie, nicht techQ; Sie erhalten ein Nutzungsrecht am Domainnamen, kein Eigentum. Zusätzlich gelten die Bedingungen des Registrars und der jeweiligen Vergabestelle — für .ch und .li die Registrierungsbedingungen von SWITCH, für generische Endungen wie .com die Vorgaben der ICANN einschliesslich der Streitbeilegungsrichtlinie UDRP, für andere Länderendungen die Bedingungen der jeweiligen Registry. Diese Bedingungen können sich ohne unser Zutun ändern; Sie sind dafür verantwortlich, sich über die für Ihre Endung geltenden Regeln auf dem Laufenden zu halten.
Kein Anspruch auf Zuteilung. Domainnamen werden nach dem Grundsatz der Priorität vergeben («first come, first served»). Ein Auftrag ist ein Antrag auf Registrierung, keine Zusage: Ob eine Domain zugeteilt wird, entscheidet die Vergabestelle. Gehen für denselben Namen mehrere Anträge ein, bearbeiten wir sie in der Reihenfolge ihres Eingangs; auf den Zeitpunkt der Weiterleitung an die Vergabestelle haben wir nur begrenzt Einfluss. Scheitert eine Registrierung, schreiben wir den Betrag Ihrem Guthaben gut (Ziffer 5.4); weitergehende Ansprüche bestehen nicht (Ziffer 5.9).
Mit jedem Auftrag bevollmächtigen Sie uns, gegenüber Registrar und Vergabestelle alle dafür nötigen Erklärungen abzugeben und Ihre Halterdaten zu übermitteln. Wir prüfen nicht, ob eine Registrierung oder Nutzung Rechte Dritter verletzt; jeder Auftrag gilt als Ihre Zusicherung, dazu berechtigt zu sein. Entscheide aus Streitbeilegungsverfahren (z. B. UDRP, SWITCH) sowie Anordnungen von Gerichten, Behörden, Registrar oder Vergabestelle gehen vor: Wir dürfen eine Domain sperren, übertragen oder ihre Verwaltung aussetzen, wenn dies angeordnet ist oder ein solches Verfahren nachweislich hängig ist. Vergabestellen und Registrar können Domains auch ohne unser Zutun sperren, ändern oder löschen; darauf haben wir keinen Einfluss.
5.2 Halterdaten
Die Vergabestellen verlangen vollständige und richtige Halterdaten. Sie sind dafür verantwortlich, dass Ihre Angaben stimmen und aktuell bleiben. Falsche oder nicht erreichbare Angaben können dazu führen, dass die Vergabestelle die Domain sperrt oder löscht — darauf hat techQ keinen Einfluss. Prüfen Sie Registrierungsbestätigungen sofort, insbesondere die Schreibweise: eine einmal registrierte Domain kann nicht storniert oder umgeschrieben werden (Ziffer 5.4).
Veröffentlichung. Halterdaten werden an Registrar und Vergabestelle übermittelt und je nach Endung ganz oder teilweise in öffentlich abrufbaren Verzeichnissen (WHOIS/RDDS) veröffentlicht. Welche Felder das sind, bestimmt die jeweilige Vergabestelle, nicht techQ; bei .ch und .li werden Halterdaten privater Halter derzeit nicht öffentlich angezeigt, bei generischen Endungen gelten die Vorgaben der ICANN. Mit dem Auftrag stimmen Sie dieser Übermittlung und Veröffentlichung zu. Registrar und Vergabestelle erhalten für ihre Registrierungsdienste ein einfaches Nutzungsrecht an diesen Daten, soweit dies für den Betrieb des Registrierungssystems nötig ist. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Unrichtige Angaben. Erweisen sich Ihre Halter- oder Kontaktdaten als unvollständig, unrichtig oder nicht erreichbar und korrigieren Sie sie nicht innert zehn Tagen nach unserer Aufforderung, dürfen wir die betroffenen Domains in der Verwaltung sperren, eine Verlängerung unterlassen und den Vertrag über die betroffenen Domains nach Ziffer 6.5 beenden.
5.3 Laufzeit & Verlängerung
Die Laufzeit richtet sich nach der Endung. Bei den meisten Endungen beträgt sie ein Jahr. Einzelne Vergabestellen geben Domains nur für längere Zeiträume ab — zurzeit betrifft das .ai mit zwei Jahren. Die geltende Laufzeit nennen wir Ihnen vor dem Kauf bei der Endung und im Warenkorb, danach steht sie bei der Domain im Kundencenter. Sie ist nicht frei wählbar. Der angezeigte Preis gilt für die gesamte Laufzeit, nicht je Jahr.
Die automatische Verlängerung ist bei Domains ab Werk eingeschaltet und im Kundencenter jederzeit je Domain abschaltbar. Ist sie eingeschaltet, buchen wir rund drei Tage vor Ablauf die Verlängerung um dieselbe Laufzeit zum angezeigten Verlängerungspreis aus Ihrem Guthaben ab. Vor dem Ablauftag informieren wir Sie per E-Mail — 30, 14, 7 und 1 Tag im Voraus. Reicht das Guthaben nicht, wird die Domain gekündigt oder schalten Sie die automatische Verlängerung ab, endet die Registrierung mit Ablauf der bezahlten Laufzeit.
Freigabetag bei selbstverlängernden Endungen. Bei Endungen, deren Vergabestelle von sich aus verlängert (.at, .be, .ch, .de, .ie, .it, .li), müssen wir eine nicht verlängerte Domain beim Registrar löschen, bevor die Vergabestelle sie von sich aus verlängert. Massgebend ist dort deshalb nicht der Ablauftag, sondern der Freigabetag: bei gekündigter Domain oder ausgeschalteter Verlängerung bis zu fünf Tage vor dem Ablauftag, bei nicht gedeckter Abbuchung ab der gescheiterten Abbuchung rund drei Tage vor dem Ablauftag. Ab dem Freigabetag funktioniert die Domain nicht mehr. Ist die Verlängerung ausgeschaltet oder die Domain gekündigt, nennt Ihnen das Kundencenter den Freigabetag bei der Domain; unsere Erinnerung einen Tag vor Ablauf kann Sie erst nach dem Freigabetag erreichen. Laden Sie vor dem Freigabetag genügend Guthaben auf, bleibt die Domain bei eingeschalteter Verlängerung bestehen.
Nach dem Laufzeitende hält die Vergabestelle eine Domain je nach Endung befristet zurück. In dieser Frist ist — soweit die Vergabestelle es anbietet — eine kostenpflichtige Wiederherstellung zum angezeigten Preis möglich (Ziffer 5.4); danach wird die Domain endgültig frei.
5.4 Keine Rückerstattung
Eine Domain-Registrierung wird bei der Vergabestelle sofort vollzogen; sie kann nicht storniert, rückgängig gemacht oder auf eine andere Schreibweise geändert werden. Sie ist ab dem Zeitpunkt der Registrierung nicht erstattbar, auch nicht anteilig. Grund: Die Vergabestelle stellt uns die Gebühr für die volle Laufzeit sofort und endgültig in Rechnung. Dasselbe gilt für Verlängerungen und für die Wiederherstellung (Restore) einer bereits abgelaufenen Domain. Schlägt eine Registrierung, Verlängerung, Wiederherstellung oder ein Transfer aus technischen Gründen fehl, schreiben wir den Betrag Ihrem Guthaben wieder gut. Wird eine Domain während der Laufzeit gekündigt, übertragen oder gelöscht, besteht kein Anspruch auf Rückerstattung der bezahlten Restlaufzeit.
5.5 Umzug zu einem anderen Anbieter
Sie können Ihre Domain jederzeit zu einem anderen Anbieter mitnehmen. Den dafür nötigen Freigabecode (Auth-Code) können Sie jederzeit selbst im Kundencenter abrufen; wir behindern einen Wegzug nicht. Die Durchführung des Transfers liegt beim aufnehmenden Anbieter und bei Ihnen. Bereits bezahlte Zeit wird nicht zurückerstattet (Ziffer 5.4).
Umzug zu techQ. Für einzelne Endungen bieten wir den Umzug zu techQ nicht an — etwa wenn die Vergabestelle die Laufzeit eines Transfers nicht verbindlich festlegt. Wir sagen Ihnen das bei der Endung, bevor Sie einen Umzug beginnen; ein solcher Auftrag kommt gar nicht erst zustande. Ihr Wegzug von techQ ist davon nie betroffen: den Freigabecode erhalten Sie bei jeder Endung.
Beim Umzug einer Domain zu techQ übernehmen wir die öffentlich abrufbaren DNS-Einträge der Domain in die neue Zone, soweit wir sie erkennen können. Eine Gewähr für Vollständigkeit übernehmen wir nicht: Prüfen und ergänzen Sie die Einträge im Kundencenter. Bis die Domain auf unsere Nameserver umgestellt und eingerichtet ist, kann sie vorübergehend nicht erreichbar sein. Bei den meisten Endungen verlängert ein Transfer die Laufzeit kostenpflichtig um die Laufzeit der Endung (Ziffer 5.3); bei .ch bleibt das Ablaufdatum unverändert. Bei generischen Endungen ist ein Transfer in den ersten 60 Tagen nach Registrierung oder Halterwechsel durch Vorgaben der ICANN gesperrt.
5.6 Domains sind immer kostenpflichtig
Domains gehören nicht zum Leistungsumfang eines Hosting-Pakets. Jede Registrierung, Verlängerung, Wiederherstellung und jeder Transfer wird zum jeweils angezeigten Preis gesondert verrechnet — unabhängig davon, welches Paket und welche Laufzeit Sie gebucht haben.
Eine kostenlose oder vergünstigte Domain besteht nur, soweit wir sie für eine bestimmte Buchung ausdrücklich zusagen und der Betrag vor dem Kauf angezeigt wird; eine solche Zusage gilt für die genannte Buchung und begründet keinen Anspruch für spätere Registrierungen oder Verlängerungen (Ziffer 4.7).
5.7 Massnahmen bei Missbrauch
Wird eine Domain für Unzulässiges verwendet (Nutzungsrichtlinie, Abschnitt «Was nicht erlaubt ist») oder besteht ein begründeter Verdacht fehlender Berechtigung, dürfen wir — abgestuft nach Schwere — die Verwaltung der Domain sperren, einen Transfer verweigern, die Verlängerung unterlassen oder die Sperrung bzw. Löschung beim Registrar veranlassen. Es gilt das Verfahren der Nutzungsrichtlinie (dort Abschnitt «Was wir dann tun»); Beanstandungen beurteilen wir nach dem Massstab eines juristischen Laien. Kundendaten geben wir dabei nicht an Beschwerdeführer heraus, sondern nur auf rechtsgültige Anordnung an die zuständigen schweizerischen Behörden (Nutzungsrichtlinie, Abschnitt «Behörden und Auskünfte»); vorbehalten bleibt Ihre eigene Zustimmung — etwa wenn Sie eine Beanstandung bestreiten und wir die Wiederaufschaltung davon abhängig machen, dass die meldende Partei Ihre Identität und Zustelladresse erfährt und die Verantwortung damit auf Sie übergeht.
5.8 Halterwechsel
Ein Wechsel des Halters (Registranten) ist nur möglich, soweit die Vergabestelle ihn vorsieht. Wir führen ihn auf Ihren Auftrag hin durch; verlangt die Vergabestelle dafür Erklärungen, Nachweise oder beglaubigte Unterschriften, beschaffen Sie diese auf eigene Kosten. Wir dürfen einen Halterwechsel verweigern oder aufschieben, solange offene Beträge bestehen, eine Beanstandung nach Ziffer 5.7 hängig ist, die Berechtigung zweifelhaft ist oder ein Streit nach Ziffer 2.12 läuft. Unabhängig davon führen wir einen Halterwechsel durch, wenn ein vollstreckbarer Entscheid eines Gerichts oder einer Behörde, ein Entscheid aus einem Streitbeilegungsverfahren oder eine übereinstimmende Erklärung aller Beteiligten dies verlangt. Bei generischen Endungen ist ein Transfer während 60 Tagen nach einem Halterwechsel durch die ICANN gesperrt (Ziffer 5.5).
Übergabe an ein anderes techQ-Konto. Eine Domain, die Sie bei uns registriert haben, können Sie im Kundencenter an ein anderes techQ-Konto übergeben. Dazu erzeugen Sie einen Übertragungscode. Er gilt sieben Tage und lässt sich bis zur Einlösung jederzeit widerrufen. Wer den Code zusammen mit dem Domainnamen eingibt, übernimmt die Domain. Sie geben den Code in eigener Verantwortung weiter. Mit der Übernahme wird der Halter auf die übernehmende Person umgeschrieben, und alle DNS-Einträge der Domain werden entfernt. Die bezahlte Laufzeit geht mit der Domain über, eine Bindung an ein Paket endet. Verlangt die Vergabestelle für den Halterwechsel eine Gebühr, zahlt sie die übernehmende Person vor dem Wechsel aus ihrem Guthaben. Die Domain eines Reseller-Kunden übergibt nur der Reseller.
5.9 Risiken bei Domains
Domains hängen an Systemen und Regeln Dritter. Für Folgen, die sich daraus ergeben, können wir nicht einstehen. Wir haften deshalb nach Massgabe von Ziffer 9, insbesondere nicht für:
- das Scheitern oder die Verzögerung einer Registrierung, Verlängerung, Wiederherstellung, eines Transfers oder eines Halterwechsels, soweit die Ursache bei Registrar, Vergabestelle, dem abgebenden oder aufnehmenden Anbieter oder in Störungen der Übertragungswege liegt;
- die Sperrung, Änderung, Übertragung oder Löschung einer Domain durch Registrar, Vergabestelle, Gericht oder Behörde;
- Ansprüche Dritter aus Kennzeichen-, Marken-, Namens- oder Persönlichkeitsrecht wegen der von Ihnen gewählten Domain oder deren Verwendung;
- Nachteile aus unrichtigen, unvollständigen oder nicht erreichbaren Halterdaten (Ziffer 5.2).
Sie stellen uns und, soweit betroffen, unseren Registrar und die Vergabestellen von Ansprüchen Dritter frei, die aus der Registrierung, dem Halten oder der Nutzung Ihrer Domains entstehen (Ziffer 9).
6. Kündigung & Datenlöschung
6.1 Kündigung
Sie kündigen ein Paket oder eine Domain, indem Sie im Kundencenter die automatische Verlängerung ausschalten oder auf «Kündigen» klicken; beides ist dasselbe und wirkt auf das Laufzeitende (Ziffer 3.3). Die Leistung läuft bis dahin weiter, und bis dahin können Sie die Kündigung zurücknehmen, indem Sie die automatische Verlängerung wieder einschalten. Eine Kündigungsfrist gibt es nicht. Ausnahme Domains mit selbstverlängernder Endung (Ziffer 5.3): Diese müssen wir bereits vor dem Laufzeitende beim Registrar löschen; ab dem Freigabetag ist die Domain nicht mehr nutzbar und die Kündigung nicht mehr rücknehmbar. Das Kundencenter nennt Ihnen beim Kündigen den genauen Tag. Bereits bezahlte Beträge werden nicht erstattet; vorbehalten bleiben die Ziffern 2.8, 2.9, 6.5 und 6.6 (Einstellung oder Kündigung durch techQ) und Ziffer 8 (Gutschrift bei Totalausfall).
6.2 Sperrung nach Laufzeitende
Endet ein Paket ohne Verlängerung, wird es gesperrt: Ihre Website ist dann nicht mehr erreichbar, und Sie können das Paket nicht mehr verwalten — Postfächer anlegen, Passwörter setzen oder Einstellungen ändern ist bis zur Verlängerung gesperrt. Es gilt eine Nachfrist von 7 Tagen: Verlängern Sie in dieser Zeit aus Ihrem Guthaben, wird das Paket vollständig reaktiviert — mit allen Daten, Postfächern und Datenbanken. Verlassen Sie sich während der Sperre nicht auf den Empfang und Versand von E-Mails, und exportieren Sie vor dem Laufzeitende, was Sie behalten wollen (Ziffer 6.3).
6.3 Endgültige Löschung
Nach Ablauf der Nachfrist werden Website, Datenbanken und Postfächer des Pakets endgültig und unwiderruflich gelöscht — einschliesslich der Sicherungen. Davor warnen wir Sie per E-Mail. Für den rechtzeitigen Export Ihrer Daten sind Sie selbst verantwortlich; bis zum Laufzeitende erhalten Sie Ihre Dateien jederzeit über FTPS, den Datenbank-Export und die Sicherungs-Downloads im Kundencenter.
6.4 Löschung des Kontos
Sie können Ihr Konto im Kundencenter jederzeit löschen. Dabei werden Ihre Website, Datenbanken, Postfächer und Ihr Profil sofort und unwiderruflich entfernt; nicht verbrauchtes Guthaben und bezahlte Restlaufzeit verfallen — was betroffen ist, zeigen wir Ihnen vor der Löschung mit Zahlen an, und Sie bestätigen es gesondert (Ziffer 4.3). Belege bleiben aufgrund der gesetzlichen Aufbewahrungspflicht 10 Jahre erhalten (Art. 958f OR). Einzelheiten zu Fristen und zu Restspuren in Sicherungen stehen in der Datenschutzerklärung.
6.5 Ausserordentliche Kündigung
Die Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Seiten vorbehalten — für uns insbesondere bei Verstössen gegen die Nutzungsrichtlinie, bei Nichtbefolgen von Weisungen aus dem Meldeverfahren, bei unrichtigen oder nicht korrigierten Angaben (Ziffern 3.1 und 5.2) oder wenn uns die Fortsetzung wegen drohender eigener Rechts- oder Reputationsgefahr nicht zumutbar ist. Es gilt das Verfahren der Nutzungsrichtlinie (dort Abschnitt «Was wir dann tun»): bei akuter Gefahr sofortige Abschaltung des betroffenen Inhalts, sonst Fristansetzung zur Behebung, bei Wiederholung oder Untätigkeit Sperrung und Kündigung. Vor einer endgültigen Löschung erhalten Sie — ausser bei rechtlich gebotener sofortiger Entfernung — Gelegenheit, Ihre Daten zu exportieren.
Kündigen wir aus einem Grund, den Sie nicht zu vertreten haben, erstatten wir nicht verbrauchtes Guthaben zurück. Kündigen wir aus einem Grund, den Sie zu vertreten haben, erstatten wir nicht verbrauchtes Guthaben ebenfalls — wir dürfen damit aber Aufwandersatz, Sicherheitsleistung und Schadenersatz nach den Ziffern 4.6 und 9 verrechnen; bezahlte Restlaufzeit der gekündigten Leistung wird nicht erstattet. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere auch vor, wenn über den Kunden der Konkurs eröffnet oder ihm eine Nachlassstundung gewährt wird oder er seinen Zahlungspflichten offenkundig nicht mehr nachkommen kann; Guthaben behandeln wir dann nach den Weisungen der Konkursverwaltung.
6.6 Ordentliche Kündigung durch techQ
Auch wir können den Vertrag ordentlich kündigen — mit einer Frist von mindestens 30 Tagen auf das Ende der bezahlten Laufzeit; eine Verlängerung findet dann nicht mehr statt. Kündigen wir ordentlich oder stellen wir eine Leistung nach Ziffer 2.8 oder 2.9 ein, ohne dass Sie dazu Anlass gegeben haben, erstatten wir nicht verbrauchtes Guthaben zurück und schreiben anteilige Beträge bereits bezahlter, nicht mehr erbrachter Laufzeit gut oder erstatten sie zurück.
7. Pflichten des Kunden
Sie nutzen die Dienste nur für rechtmässige Zwecke. Was auf techQ-Hosting nicht erlaubt ist — von Phishing über Schadsoftware bis zu unverlangter Massenmail — regelt die Nutzungsrichtlinie als Bestandteil dieser AGB (Ziffer 1); dort stehen auch die Regeln zur fairen Ressourcennutzung, zum Mailversand sowie das Melde- und Sperrverfahren. Für Ihre Inhalte sind allein Sie verantwortlich; wir überwachen sie nicht und sind dazu nicht verpflichtet. Wir dürfen öffentlich abrufbare Inhalte aber nach einer Meldung, auf behördliche Anordnung oder stichprobenweise sichten; Postfächer und andere nicht öffentliche Daten sichten wir nur auf rechtsgültige Anordnung (Ziffer 11.6).
Ausserdem gilt:
- Sie sind für die Inhalte verantwortlich, die Sie über unsere Dienste speichern oder verbreiten — auch wenn Dritte für Sie handeln. Handlungen von Personen, denen Sie Zugriff geben (z. B. Mitarbeitende, Beauftragte, Endkunden), werden Ihnen zugerechnet.
- Halten Sie Ihre Zugangsdaten geheim und Ihre eingesetzte Software (z. B. CMS und Erweiterungen) aktuell, spielen Sie Sicherheitsaktualisierungen zeitnah ein, und entfernen Sie, was Sie nicht mehr brauchen; wir empfehlen die Zwei-Faktor-Anmeldung. Wer sich mit Ihren gültigen Zugangsdaten, Ihrem Passkey oder Ihrem Support-Code meldet, gilt uns gegenüber als von Ihnen berechtigt — es sei denn, der Missbrauch war für uns erkennbar oder von uns zu vertreten. Einen Verdacht auf Missbrauch Ihrer Zugangsdaten melden Sie uns unverzüglich.
- Prüfen Sie vor dem Einsatz, ob eine Anwendung oder ein Skript mit unserem Leistungsumfang und der Nutzungsrichtlinie vereinbar ist. Für Anwendungen, die Sie selbst installieren, übernehmen wir keine Gewähr für Eignung, Fehlerfreiheit oder Verfügbarkeit.
- Halten Sie die Kontaktangaben Ihres Kontos aktuell — Erinnerungen, Warnungen und Fristen (Ziffern 3, 5 und 6) laufen über die hinterlegte E-Mail-Adresse, und Mitteilungen an diese Adresse gelten als zugegangen. Verwenden Sie eine Adresse, die nicht ausschliesslich über ein bei techQ gehostetes Postfach erreichbar ist — sonst erreichen Sie unsere Warnungen nicht mehr, wenn Ihr Paket abläuft.
- Sorgen Sie ergänzend zu unseren Sicherungen für eigene Kopien Ihrer Daten (Ziffern 2.2 und 9).
- Melden Sie uns Störungen unverzüglich und wirken Sie bei deren Eingrenzung mit (Ziffern 2.10 und 8).
- Bei geschäftlicher Nutzung sorgen Sie auf Ihrer Website für die gesetzlich verlangten Angaben (insbesondere Anbieterkennzeichnung nach Art. 3 Abs. 1 lit. s UWG).
- Bearbeiten Sie über Ihre Website Personendaten Dritter, erfüllen Sie die dafür geltenden Pflichten selbst — insbesondere informieren Sie die betroffenen Personen (Datenschutzerklärung Ihrer Website). Unsere Rolle als Auftragsbearbeiterin regelt Ziffer 11.5.
8. Verfügbarkeit & Wartung
techQ strebt eine hohe Verfügbarkeit an. Wir messen die Erreichbarkeit unserer Dienste fortlaufend — jede Minute — und veröffentlichen die gemessene Verfügbarkeit der letzten 30 Tage auf status.techq.ch; angekündigte Wartungsfenster zählen dabei nicht als Ausfall. Die Statusseite dient der Information und begründet keine Zusicherung. Eine bestimmte Verfügbarkeit wird nicht zugesichert.
Dauert ein von uns zu vertretender Totalausfall Ihres bezahlten Hosting-Pakets länger als 24 Stunden am Stück, schreiben wir Ihnen auf Anfrage die anteilige Laufzeit gut. Darüber hinaus begründen Ausfälle keinen Anspruch auf Entschädigung. Zwingende gesetzliche Ansprüche und die Haftung nach Ziffer 9 bleiben vorbehalten.
Geplante Wartungen kündigen wir auf der Statusseite an und legen sie nach Möglichkeit in verkehrsarme Zeiten; kurze Unterbrechungen für sicherheitsrelevante Updates sind jederzeit möglich.
Mängelrüge. Störungen melden Sie uns umgehend (Ziffer 2.10). Mängel unserer Leistung rügen Sie mit einer nachvollziehbaren Beschreibung innert 30 Tagen seit Entdeckung und geben uns eine angemessene Frist zur Behebung, bevor Sie weitere Rechte geltend machen. Bleibt die Behebung innert dieser Frist aus, können Sie den betroffenen Vertrag auf den Zeitpunkt der Mitteilung kündigen; wir erstatten Ihnen dann die anteilige Vergütung für die Zeit, in der Sie die Leistung nicht nutzen konnten. Unterbleibt die fristgerechte Rüge, gilt die Leistung als genehmigt; zwingende gesetzliche Ansprüche bleiben vorbehalten.
9. Haftung
Unsere Haftung richtet sich nach dem Grad des Verschuldens:
- Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit: Wir haften unbeschränkt für den nachgewiesenen Schaden.
- Mittlere Fahrlässigkeit — jedes Verschulden, das weder leicht noch grob ist: Unsere Haftung ist auf CHF 10 000.00 je Kalenderjahr und Kunde begrenzt.
- Leichte Fahrlässigkeit: Die Haftung ist ausgeschlossen, soweit das Gesetz dies zulässt.
Ausserhalb von Vorsatz und grober Fahrlässigkeit ist die Haftung für indirekte Schäden und Folgeschäden ausgeschlossen — namentlich für entgangenen Gewinn, Produktionsausfall, Reputationsschäden, Datenverlust, vergebliche Aufwendungen und Ansprüche Dritter. Für leichtes Verschulden beigezogener Dritter und Hilfspersonen haften wir nicht, soweit gesetzlich zulässig.
Ausgeschlossen ist ferner jede Haftung für Schäden, die entstehen, weil Dritte unsere Infrastruktur oder Ihr Angebot missbräuchlich nutzen oder in unbefugter Weise darauf einwirken — beispielsweise durch Schadsoftware, Überlastungsangriffe, unbefugte Zugriffe oder unverlangten Massenmailversand —, sowie für Schäden, die aus den zu Ihrer Abwehr oder zum Schutz anderer Kunden erforderlichen Massnahmen entstehen (Ziffer 2.11).
Für automatisch erzeugte Antworten des Assistenten Quin gilt Ziffer 2.7; Ansprüche daraus richten sich ausschliesslich nach dieser Ziffer 9. Für Domains gilt zusätzlich Ziffer 5.9.
Bei Datenverlust müssen Sie es sich als Mitverschulden anrechnen lassen, wenn Sie entgegen Ziffer 7 keine eigenen Kopien erstellt haben; die gesetzlichen Regeln über die Herabsetzung des Schadenersatzes bleiben anwendbar. Umfang unserer Sicherungen und unsere Haftung dafür ergeben sich aus Ziffer 2.2 — Sicherungen sind eine Betriebsvorkehrung, kein Archiv und keine Garantie.
Für Ereignisse ausserhalb unserer Kontrolle — höhere Gewalt, Ausfälle von Vorlieferanten oder Vergabestellen, behördliche Anordnungen, Angriffe Dritter — haften wir nicht; vertragliche Fristen verlängern sich um die Dauer der Störung.
Unberührt bleiben die Haftung für Personenschäden sowie jede Haftung, die von Gesetzes wegen nicht beschränkt werden kann.
Freistellung. Verletzen Sie diese AGB, die Nutzungsrichtlinie oder Rechte Dritter, stellen Sie uns — und, soweit betroffen, unseren Registrar und die Vergabestellen — von daraus entstehenden Ansprüchen Dritter frei, einschliesslich der angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung, und unterstützen uns in einem allfälligen Verfahren. Ziffer 4.6 bleibt vorbehalten. Für Schäden, die Sie uns durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zufügen, haften Sie unbeschränkt.
10. Änderungen der AGB
techQ kann diese AGB anpassen — insbesondere wenn sich Gesetz oder Rechtsprechung, die Bedingungen von Vorlieferanten, Registrar oder Vergabestellen, die Technik oder unser Angebot ändern. Wesentliche Änderungen teilen wir Ihnen mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail mit; die Mitteilung nennt die geänderten Ziffern, das Datum des Inkrafttretens, die Widerspruchsfrist und die Folgen eines Widerspruchs. Widersprechen Sie nicht innerhalb von 30 Tagen seit der Mitteilung, gelten die neuen AGB als akzeptiert. Widersprechen Sie, endet der Vertrag mit Ablauf der aktuellen Laufzeit, ohne dass eine Verlängerung erfolgt; bis dahin gilt die bisherige Fassung. Änderungen, die Sie nicht benachteiligen, können ohne Vorankündigung in Kraft treten; bereits bezahlte Laufzeiten bleiben von Änderungen unberührt (Ziffer 2.9). Jede Fassung trägt eine Fassungsnummer und ein Stand-Datum; die jeweils geltende Fassung finden Sie auf techq.ch/agb.
11. Schlussbestimmungen
11.1 Anwendbares Recht
Es gilt Schweizer Recht unter Ausschluss der Kollisionsnormen und des UN-Kaufrechts (CISG).
11.2 Gerichtsstand
Gerichtsstand ist Frauenfeld, Schweiz. Zwingende gesetzliche oder staatsvertragliche Gerichtsstände — insbesondere für Konsumentinnen und Konsumenten — bleiben vorbehalten. techQ ist zusätzlich berechtigt, Sie an Ihrem Wohnsitz oder Sitz zu belangen.
11.3 Übertragung und Mitteilungen
Sie können Rechte und Pflichten aus dem Vertrag nur mit unserer Zustimmung übertragen; Ziffer 4.3 (Todesfall) bleibt vorbehalten. techQ darf den Vertrag auf eine Rechtsnachfolgerin übertragen, die ihn unverändert fortführt; darüber informieren wir Sie. Mitteilungen erfolgen per E-Mail an die im Konto hinterlegte Adresse oder im Kundencenter; die einfache elektronische Form genügt, und Mitteilungen an die hinterlegte Adresse gelten als zugegangen (Ziffer 7).
11.4 Salvatorische Klausel
Sollte eine Bestimmung dieser AGB ungültig sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Die unwirksame Bestimmung wird, soweit gesetzlich zulässig, durch eine wirksame ersetzt, die dem ursprünglichen Sinn am nächsten kommt.
11.5 Datenschutz und Auftragsbearbeitung
Beide Seiten halten das anwendbare Datenschutzrecht ein. Wie wir Personendaten unserer Kundinnen und Kunden bearbeiten, steht in der Datenschutzerklärung. Für Kundinnen und Kunden, die uns Personendaten Dritter zur Bearbeitung anvertrauen, stellen wir unter techq.ch/avv einen Auftragsbearbeitungsvertrag bereit; er ergänzt diese Ziffer und geht ihr bei Widersprüchen vor.
Soweit Sie über unsere Dienste Personendaten Dritter bearbeiten (z. B. Besucherdaten Ihrer Website, Inhalte Ihrer Postfächer und Datenbanken), sind Sie dafür Verantwortlicher und wir Auftragsbearbeiterin (Art. 9 DSG). Dafür gilt:
- Wir bearbeiten diese Daten nur zur Vertragserfüllung bzw. nach Ihren dokumentierten Weisungen; Weisungen, die unzumutbar oder rechtswidrig sind, dürfen wir ablehnen und teilen Ihnen das mit.
- Wir treffen dem Risiko angemessene technische und organisatorische Massnahmen (u. a. Transportverschlüsselung, Zugriffsbeschränkungen, verschlüsselte Sicherungen) und verpflichten beigezogene Personen zur Vertraulichkeit.
- Unterauftragsbearbeiter (Ziffer 2.8) sind in der Datenschutzerklärung aufgeführt. Über Wechsel informieren wir Sie; aus begründeten datenschutzrechtlichen Gründen können Sie widersprechen und, falls keine Lösung gelingt, die betroffene Leistung auf das Laufzeitende kündigen.
- Verletzungen der Datensicherheit, die Ihre Daten betreffen, melden wir Ihnen ohne unangemessenen Verzug.
- Bei Betroffenenrechten und Datenschutz-Folgenabschätzungen unterstützen wir Sie im gesetzlich gebotenen Umfang; darüber hinausgehenden Aufwand dürfen wir verrechnen. Betroffene, die sich direkt an uns wenden, verweisen wir an Sie.
- Auf Anfrage stellen wir Ihnen die Informationen zur Verfügung, die zum Nachweis unserer Pflichten aus dieser Ziffer erforderlich sind. Bekanntgaben ins Ausland erfolgen nur gemäss Datenschutzerklärung mit geeigneten Garantien.
- Nach Vertragsende werden die Daten nach Ziffer 6 gelöscht; den vorherigen Export (Ziffer 6.3) übernehmen Sie.
Reseller bestätigen, dass ihre Endkunden dieser Unterauftragsbearbeitung durch techQ zugestimmt haben.
11.6 Vertraulichkeit und Behördenauskünfte
Beide Seiten behandeln nicht öffentliche Informationen der anderen Seite vertraulich, auch nach Vertragsende, solange ein berechtigtes Interesse besteht. Wir durchsuchen keine Kundendaten auf Verdacht und lesen keine Postfächer. Automatisierte Spam- und Schadsoftware-Filter (Ziffer 2.4) und Stichproben öffentlich abrufbarer Website-Inhalte (Ziffer 7) sind keine solche Durchsuchung. Auskünfte über Kundendaten erteilen wir nicht an private Beschwerdeführer, sondern nur auf Grundlage einer rechtsgültigen Anordnung einer zuständigen schweizerischen Behörde (Nutzungsrichtlinie, Abschnitt «Behörden und Auskünfte»); soweit uns darüber hinaus zwingende gesetzliche Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten treffen, erfüllen wir diese. Vorbehalten bleibt zudem die Meldung an zuständige Strafverfolgungsbehörden oder anerkannte Missbrauchs-Meldestellen, wenn wir von mutmasslich schweren Straftaten oder laufendem Missbrauch Kenntnis erhalten, soweit das Datenschutzrecht dies erlaubt (Ziffer 5.7 bleibt unberührt). Soweit rechtlich zulässig, informieren wir Sie über solche Anfragen.
11.7 Geistiges Eigentum
Alle Rechte an unserer Software und unseren Systemen — Kundencenter, Panel, Statusseite, Quin, Vorlagen und die Marke techQ — bleiben bei uns bzw. unseren Lizenzgebern; Sie erhalten daran für die Vertragsdauer ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht. Ihre eigenen Inhalte bleiben Ihre.
11.8 Sprache
Vertragssprache ist Deutsch.
11.9 Sanktionen
Unsere Leistungen richten sich nicht an Personen, Unternehmen oder Organisationen, die von schweizerischen oder für uns anwendbaren internationalen Sanktionen erfasst sind, und dürfen nicht zu deren Gunsten eingesetzt werden. Ergibt sich, dass eine solche Person betroffen ist, dürfen wir die Leistung sofort aussetzen und den Vertrag nach Ziffer 6.5 beenden.
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